McDonald’s & Co: Haut ab von den Schulen!

Ernährungsbildung an Schulen: foodwatch Email aktion gegen McDonalds & Co

Foto: foodwatch

Das „Bündnis für Verbraucherbildung“ will den Grundschülern Ernährungsbildung beibringen. Gute Idee! Nur wen holt sich da die Stiftung für Verbraucherschutz ins Boot? U.a. McDonald’s, Rewe und Metro! Die Konzerne, die unsere Kinder mit süßer und fetter Junkfood, zuckerreichen Softdrinks und Pausen-Snacks schon von frühen Kindesbeinen auf ungesunde Ernährung konditionieren. Ich könnte an die Decke gehen, bei solchen Nachrichten. foodwatch fordert deshalb: „Keine Konzerne im „Bündnis für Verbraucherbildung“ – McDonald’s & Co. raus aus den Schulen!“ Unterzeichnet diese E-Mail Aktion, bitte. Ich hab’s schon gestern getan.
Kinder essen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse, aber weit mehr als 200 Prozent der empfohlenen Menge an Süßwaren, Snacks und Softdrinks. Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 80er- und 90er-Jahren um 50 Prozent gestiegen. Heute gelten 15 Prozent der Kinder als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös).

Der Staat zeigt beim Thema gesunde Kinderernährung null Rückgrat: die Bundesregierung bindet die Junkfood-Industrie in ihre Initiativen und Aktionspläne gegen Übergewicht ein. Kein Wunder: Es stecken wirtschaftliche Interessen dahinter! So zB wurde die „Plattform Ernährung und Bewegung“ (peb) vom  Bundesministerium für Ernährung ins Leben gerufen. Das Hauptargument der Initiative: Der angebliche Bewegungsmangel und nicht die schlechte Ernährung ist Ursache für das Übergewicht der Kinder. Mitglieder von peb: Coca Cola, Ferrero, der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie, McDonald’s, die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker, PepsiCo, Mars. Firmen, die an gesunder Ernährung soviel Interesse haben wie unsereins an Beulenpest: nullkommanull. Vielmehr wollen Sie ihre 15% Gewinnmargen auf Snacks, Junkfood und Soft Drinks kassieren – bei gesunden Lebensmitteln liegt die Marge bei etwa 5%. Noch Fragen?

Die aktuelle Initiative „Bündnis für Verbraucherbildung“, getragen von der Stiftung Verbraucherschutz und unterstützt von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), bläst ins selbe Horn. Dafür werden die Junkfood-Konzerne sorgen. Welche Art von „Ernährungsbildung“ werden unsere Kids da wohl erhalten?

Bitte unterzeichnet. Es ist wichtig! 

Foto: foodwatch 

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